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Vom Hinfallen und Aufstehen... [Was wir von Kindern lernen können Teil1]

Weißt du noch, wie du als kleines Kind das Laufen gelernt hast? Wahrscheinlich nicht, doch vielleicht hast du Fotos oder Videos gesehen. Ganz bestimmt hast du aber schon ein mal andere Kinder beobachtet. Ist dir etwas aufgefallen? Es klappt nicht immer sofort. Sie wollen gerade los gehen, da fallen sie hin. Und was mach sie? Sie stehen auf und versuchen es erneut. Immer wieder, bis es klappt. Und wenn sie dann mit vollem Tempo auf ein Ziel zu rennen und plötzlich stolpern, dann weinen sie ganz fürchterlich. Die Hose ist an den Knien kaputt, das fröhliche unbeschwerte Lachen schwindet und Tränen der Enttäuschung und des Schmerzes laufen die kleinen Wangen hinunter. Aber ist dir aufgefallen, wie lange die kleinen Kinder weinen? Es ist nicht lange. Was sie brauchen, ist ein Pflaster auf der Wunde und die tröstenden Eltern. Nach kurzer Zeit stehen sie wieder auf ihren kleinen Füßen und versuchen es erneut. Laufen mit einem Lächeln, erreichen die einen Ziele und stolpern kurz vor anderen, aber sie geben nie auf. Diese Kinder können viel von uns lernen, aber das ein oder andere können wir von ihnen lernen. Egal, was passiert, egal, wie groß der Stein ist, der uns in den Weg gelegt wurde und egal, wie groß die Enttäuschung ist: Es liegt an uns. Wir können uns entweder verkriechen und in Selbstmitleid versinken oder wir stehen auf, lassen uns helfen, lassen den Ehrgeiz und den Willen uns steuern und arbeiten auf unser Ziel zu, nachdem wir den ersten Schock verkraftet haben. Wir können aufstehen, es uns und allen anderen zeigen, dass wir uns nicht unter kriegen lassen, dass wir immer wieder zurück kommen und das stärker und besser, wie die kleinen Kinder.

11.9.14 18:25


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An "diese" Journalisten, die Reus nicht in Ruhe lassen und alle, die es interessiert:

Immer noch wird der Dortmunder Nationalspieler auf seine Verletzung, oder besser gesagt, seine Enttäuschung angesprochen. Er sagt, es sei Vergangenheit und sein Blick richte sich in die Zukunft. Wenn das die Öffentlichkeit doch nur genau so sehen würde...

 

Ihr Boulevard-Sport-Journalisten, 

habt ihr nicht genug gefragt? Habt ihr nicht genug gehört? Müsst ihr immer wieder in der Vergangenheit wühlen, weil ihr Mitleid erregende Headlines und Herz zerreißende Storys zu Papier bringen wollt?

Als Reus sich einen Tag vor dem Abflug nach Brasilien verletzte, litt ganz Fußballdeutschland mit ihm. Für den Spieler zerplatze ein Traum, einer, der wahr werden sollte.

Selbstverständlich wurde er bemitleidet, aber das Mitgefühl sollte nicht beim Leid aufhören, sondern in die Motivation und Freude übergehen. Wenn sich sein Blick nach vorne richtet, sollten das eure auch tun. Man kann sich denken, dass wohl keiner so ein Erlebnis vergessen kann.

Reus ist Fußballspieler und kein Reality-TV-Star. Wir haben genug gelesen, über seine Enttäuschung und die Zeit während der WM. Es besteht doch der kollektive Wunsch, wieder einen Reus auf dem Platz zu sehen, der in jeder Sekunde des Spiels siegen will, der kämpft und dem man ansieht, dass er Spaß am Spiel hat. Ein Mann, der ein Vorbild ist, in seinem Auftreten und seiner Einstellung. Einer, der immer sein Bestes geben möchte, seine Leistung selbstbewusst, aber realistisch einschätzen kann und versucht sich stetig zu verbessern. Denn das zeichnet ihn aus. Das sollte man mit dem Dortmunder assoziieren und nicht immer wieder Traurigkeit und Enttäuschung. Reus ist gefallen und wieder aufgestanden. Wer ihn, vor allem gegen Augsburg, auf dem Platz gesehen hat, sollte das wissen.

Also seht es ein und freut euch mit ihm, er ist zurück. Und diese Nachricht könnte man auch mal rein positiv stehen lassen, ohne anzuzweifeln, ob er es wirklich verkraftet hat. Das wäre sicherlich auch für ihn einfacher. Es wurde genug zu dem Thema gesagt. Kommt also wieder zurück zum Fußball.

 

5.9.14 17:56


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