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GERARG 2:4 Wie spielten die Deutschen?

Für einige war es gestern die Neuauflagen des Finals von Rio. Für andere war es ein Test- oder Freundschaftsspiel. Fest steht, es war ein anderes Spiel.

Argentinien musste auf Messi verzichten, was aber offensichtlich nicht so dramatisch war, wie es sich zunächst anhört. Das Spiel der Südamerikaner wirkte flexibler und vor allem Di Maria konnte seine Klasse unter Beweis stellen.

Ein erneuter Sieg Deutschlands war nicht unbedingt zu erwarten. Es war ein offenes Spiel, indem es zwischenzeitlich 4:0 stand. Die Tore entstanden durch gute Aktionen und Argentinier und manche Unstimmigeiten in der deutschen Defensive.

Hier die Einzelkritik:

  • Manuel Neuer: solide Weltklasse. Der überragende Torwart und Spieler der WM zeigte erneut eine gute Leistung, auch wenn er zwei Tore kassierte. Als Kapitän führte er die Mannschaft an und wurde dieser Rolle gerecht.
  • Roman Weidenfeller: keine schlechte Vorstellung. Bei der WM nicht zum Einsatz gekommen und beim BVB erst seit kurzem wieder im Tor, erhielt auch Weidenfeller zwei Gegentreffer, die er aber nicht allein verschuldete. Nachdem er nach der Halbzeitpause für Neuer eingewechselt wurde, kam er mit der Zeit ins Spiel und stand sicher.
  • Erik Durm: offensive Defensive. Der junge Dortmunder interpretierte die Position des linken Außenverteidigers fewohnt offensiv. Oft stand er am gegnerischen Strafraum. Er nahm Tempo auf und brachte die Bälle gut nach vorne. Dafür musste er Di Maria oft hinterher rennen und versuchen ihn zu bremsen, wenn dieser nach vorne los lief.
  • Matthias Ginter: aufmerksam und fokussiert. Zusammen mit Durm auf der linken Seite wirkte der Innenverteidiger konzentriert und konnte die leichten Fehler seines Mannschaftskollegen ausbügeln. Was ihm noch fehlt, ist die Erfahrung.
  • Benedikt Höwedes: gewohnt gut. Bei der WM als Linksverteidiger eingesetzt, spielte der Schalker gestern als Innenverteidiger und stand gemeinsam mit Ginter die meiste Zeit sicher.
  • Antonio Rüdiger: spritzig und präsent. Er wurde erst relativ spät eingewechelt, war aber sehr präsent und schnell, vor allem in der Rückwärtsbewegung. Das ein oder andere Mal klärte er etwas unkonventionell, aber mit Einsatz.
  • Kevin Großkreutz: nicht ganz im Spiel. Jürgen Klopp sagt über ihn, er könne auf jeder Position spielen. Gestern war er Rechtsverteidiger. Er wirkte unaufmerksam und fand nicht in das Spiel rein. Vielleicht fehlt auch ihm noch der Praxis.
  • Tony Kroos: nicht überraschend. Von den Bayern zu Real gewechselt, konnte Kroos sein Potential auch gestern wieder abrufen. Auf der Doppelsechs ließ er sich of zurückfallen, gab gut Pässe und trat saubere Ecken. Eine wichtige Figur in der Mannschaft und im Spiel.
  • Sebastian Rudy: unauffällig. Man sah nicht viel von dem überraschend nachnominierten Hoffenheimer. Er fügte sich gut in das Spiel ein.
  • Christoph Kramer: klasse Leistung. Der Gladbacher spielte ein tolles Spiel. Er lief viel und gab gute Pässe. Er kurbelte das Spiel an, kontrollierte den Ball und zeigte als offensiever Sechser eine sehr gute Leistung.
  • Julian Draxler: einsatzbereit. Der Schalker spielte nicht lange, zeigte aber Leistungsbereitschaft und Kampfgeist, manchmal etwas zu körperbetont, aber gut in der Balleroberung und in der Vorwärtsbewegung.
  • Lukas Podolski: ersetzt Draxler. Als Draxler vom Platz musster, kam Poldi. Obwohl auch ihm noch die Spielpraxis fehlt, zeigte er ein gutes Spiel und scheute wie Draxler den körperbetonten Zweikampf nicht.
  • Marco Reus: da, wo er hingehört. Als Zehner stand der Dormunder nach seiner Verletzungspause endlich wieder für Deutschland auf dem Platz und spielte ein gutes Spiel, auch wenn er noch nicht bei hundert Prozent seines Leistungsvermögens ist. Er wirkte frisch und aufmerksam, er war laufbereit und fokussiert. Seine Laufwege waren gut durchdacht, oft hatte er das Auge, für die Mitspieler. Seine Ecken kamen zum Großteil gut. Manche Pässe waren nicht ganz sauber, aber die Torschüsse dafür vielversprechend.
  • André Schürrle: wie immer Torgefährlich. Bei der WM mit vielen Jokertoren, spielte er gestern von Beginn an und konnte mehrmal mit Ball nach vorne durchdringen. Das Tor, war die logische konsquenz seines Spiels.
  • Thomas Müller: immer vorne mit dabei. Als er für Schürrle kam, war er vorne sehr präsent und oft am Ball.
  • Mario Gomez: das alte Problem. Er bekommt den Ball und trifft nicht. Das ist fast schon typisch für Gomez. Er hate mehrere Chancen, oft war er auch schnell genug im Strafraum, konnte den Ball aber nicht ins Tor manövrieren.
  • Mario Götze: wieder Argentinien, wieder eingewechselt, wieder trifft er. Der "Held von Rio" kam gestern für Gomez und spielte ein deutlich besseres Spiel.

 

Joachim Löw nutze das Freundschaftsspiel um auszuprobieren und auch um den Weltmeistern Einsatzzeiten zu geben, die bei der WM nicht auf dem Platz standen, wie bis auf Höwedes die ganze Dortmunder Abwehrkette. Mit Gomez, Rudy und Rüdiger hat er für Überraschungen gesorgt, aber das hat er vor der WM auch und es hat sich ausgezahlt.

Wir dürfen also gespannt sein, auf das, was noch kommt. Als nächstes am Sonntag im Quali-Spiel gegen Schottland.

4.9.14 15:04
 
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